Teller mit Rotkohlsalat mit weißem Bohnenpüree

Merlianas Rezept zu Imbolc:

Rotkohlsalat mit weißem Bohnenpüree

In der Rauhnachtszeit stand mir Baba Yaga oft zu Seite. In ihrem Haus fühlte ich mich wohlig und geschützt, wenn es draußen tobte. Sie forderte mich mal sanfter und mal vehementer auf, das Gewand meiner Wildheit anzulegen und ja, sie schickte mir die Ahnung des rohen Rotkohls, der sich mit der Orange verbindet. Die Ahnung begleitete mich als Wolke und ich suchte den Blick nach unten gerichtet währenddessen den weißen unberührten Schnee.

Weißer unberührter Schnee, weißes unbeschriebenes Papier, weiß, liegt die Ahnung darunter oder darin für das Auge verborgen? Braucht es Mut, Achtsamkeit, Neugierde, Offenheit, Zartheit, Entschlossenheit für den ersten Schritt, das Aufsetzen des Stiftes? Lehne dich zurück, schließe die Augen – bist du bereit, deiner Ahnung zu lauschen? Offen für das, was sich dir zeigen, offenbaren möchte? Was durch dich, mit dir Gestalt annehmen möchte?

Die Ahnung in Gestalt des Rotkohls blieb an meiner Seite und flüsterte mir immer wieder zu, dass Weiß manchmal auch Violett trägt. So nehme ich ein weißes Brett anstelle des weißen Schnees und folge der Ahnung, setze die ersten Schritte entschlossen und überlasse der Ahnung die Führung. Im Violett des Rotkohls ist alles in Verborgenheit enthalten, was sich langsam entfalten wird. Mit dem Orange der Orange kommt das zartmilde wiedererwachte Licht. Das Weiß des Meerrettichs entzündet das Feuer des Neubeginns und ist bereit, den Winter zu gegebener Zeit hinfort zu schicken. Durch das liebevolle Massieren wird der Rotkohl weicher und gewinnt an Zartheit, verbindet sich mit der Orange und dem Meerrettich. Das Bohnenpüree ist der Boden, das weiche Bett für das neue Wachsen. Die Birne verleiht dem Püree eine dezente Süße und der Knoblauch den Akzent für das Spannungsfeld … So vieles ist möglich, und die Richtung, was sein wird, ist noch nicht klar konturiert. Kürbiskerne und ihr Öl, die Botschaft der Herzgrünkraft in und um uns. Ob die Kürbiskerne grob gehackt mit in den Rotkohlsalat kommen oder die feingehackten Haselnüsse aufs Bohnen-Püree ist deine Entscheidung, ebenso die Art der Präsentation. Folge deiner Ahnung …

Das Gericht lässt sich wunderbar auch einen Tag vorher vorbereiten und mitnehmen, wohin auch immer. Was dazu sonst noch passt? Ein wunderbar kräftiges Roggen- oder Bauernbrot. Mmh – dazu könnt ihr, wenn ihr der veganen Linie folgt, eine Margarine aufschlagen und sie mit zum Beispiel gehackten Kürbis- und Haselnusskernen würzen.

Merliana

Link zum Rezept (PDF)

Bäume im Schnee

Lichtmess

Unser nächstes Fest auf dem Jahresrad ist das Fest der weißen Göttin: Lichtmess.

Dieses Fest hat neben der astrologischen und spirituellen Bedeutung im Lauf der Zeit ganz unterschiedliche Schwerpunkte und unterschiedliche Inhalte. Ein paar davon will ich euch vorstellen:

Zuerst einmal Imbolc

Imbolc ist ein Fest der Stille, und bedeutet „im Bauch“. Im Sinne von „noch ist alles im Bauch von Mutter Erde“. Alle Samen liegen noch wohlbehütet in ihrem warmen Schoß, aber mit zunehmender Helligkeit und Wärme regen sich die Elementarwesen und die Fruchtbarkeitsgeister. Sie räkeln und dehnen sich und steigen aus der Erde. Allen voran der Bär! Der zottige Gefährte der weißen Göttin. Er ist noch recht steif, schlaftrunken und hungrig und steckt an Imbolc zum ersten Mal seine Nase aus der Höhle, um zu sehen, wie weit der Frühling schon gediehen ist. Er hält Ausschau nach seiner Braut, der Frühlingsgöttin, denn der Bär ist kein anderer als der wiedergeborene, noch verhüllte jugendliche Sonnengott.

Schlenkerltag

Der 2. Februar war auch Schlenkerltag, der Tag, an dem Dienstboten ihren Arbeitsvertrag beendeten oder noch einmal erneuern konnten. Bis zum Antritt der zum Beispiel neuen Arbeitsstelle gab es Schlenkerlweil-Freizeit, in der man feierte und fröhlich war. Damals besiegelte ein schlichter Handschlag ohne schriftliche Vereinbarung die Arbeitsverträge, welche immer verlangten, ein volles Jahr zusammenzubleiben.

Lichtmess war also auch ein wichtiger Tag im Wirtschaftsjahr. Ein Zahl- und Zinstermin wie auch an Martini. Wer von den Mägden und Knechten gehen wollte, sagte dem Bauern Bescheid und verließ den Hof.

Kerzenfest

Früher wurden in der Winterzeit aus dem Talg der im Herbst geschlachteten Tiere Unschlitt-Kerzen gefertigt. Auch die kostbaren Wachskerzen entstanden in Heimarbeit während des Winters. Zu Lichtmess wurden die neu gefertigten Kerzen dann geweiht. Das Wachs von an Lichtmess geweihten Bienenwachskerzen hat eine hohe Schutzkraft und bringt Licht und Freude, denn es enthält das sanfte Licht des Sommers.

Bridget oder Brigid

Die brennende Kerze symbolisiert das neuerwachte Licht – und die keltische Feuergöttin Brigid.

Brigid ist die Beschützerin des neugeborenen Lebens. In der keltischen Tradition wird von Sonnenuntergang des 1. Februar bis zum Sonnenuntergang des 2. Februar das Fest der Göttin Brigid mit großen Feuern gefeiert.

Brigid und Maria Lichtmess

Die Kelten begrüßten Brigid mit einem Feuerfest und befragten das Orakel.

Auch Probe-Ehen für ein Jahr wurden an diesem Tag geschlossen.

So beliebt war die holde Göttin, die Dichterinnen, Heilerinnen und Zauberer gleichermaßen inspiriert, dass selbst die Christen nicht auf ihr Fest verzichten mochten. Sie tauften das Imbolc-Fest in Maria Lichtmess um.

 Schneeweißchen und Rosenrot

Schneeweischen und Rosenrot

Ihr alle kennt sicherlich das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“. Lest es nocheinmal durch. Der Bär bleibt in der Tür hängen und unter seinem Pelz verborgen leuchtet Gold, denn es steckt ein junger Prinz darin – der junge Sonnenkönig.

Und die beiden Mädchen „Schneeweißchen“ und „Rosenrot“ verkörpern, wie ihr symbolträchtiger Name schon besagt, die junge Göttin Brigid. Ja und die alte Mutter, die dem Bären im Winter Zuflucht gewährt hatte, ist niemand anderes als die alte Erdmutter, die Frau Holle oder auch Frau Percht.

Wenn wir die alten Märchen mit diesem Wissen lesen, sehen wir, wie auf ganz versteckte Weise das alte Wissen und Kulturgut weitergetragen wurde.

Wachrütteln von Bäumen und Pflanzen

Wer hellsichtig genug war, konnte Brigid auf einem Hirsch reiten sehen, wie sie die Samen weckte und die Bäume wachrüttelte, sodass die Säfte wieder zu fließen begannen. Sie verkörpert die Kräfte des Ostens und des neuen Morgens.

Storl schreibt: „Noch immer gibt es alte Bauern, die am Lichtmesstag ihre Obstbäume wachrütteln und den Bienen im Stock die frohe Botschaft verkünden.“

Nach Brigid wurden Flüsse und Städte benannt: Bregenz, Brigantia, Braganca in Italien, Brig in Wallis, die Ebene Brega in Irland. Der Bär, der die Fruchtbarkeit bringt, und die Bienen, aus deren Waben goldgelbe Kerzen gemacht werden, sind die Lieblingstiere der weißen Brigid.

Rhiannon

Lichtreflexe in einem Bach im Winter

Farbe Weiß

Weiß ist die Farbe des Lichtes, welches jetzt zu Lichtmess beziehungsweise Imbolc spürbar zurückkehrt. Weiß wie die zauberschöne Schneedecke und die ersten Schneeglöckchen, die sich nun zeigen. Als an Imbolc Geborene liebe ich das Weiß, das neue Licht und damit die neuen Möglichkeiten und Visionen. Denn wenn das Licht im Schnee sich bricht, werden alle Farben wie im Regenbogen sichtbar.

Doch was ist die Bedeutung von Weiß? Wie wirkt diese Farbe auf uns und welche Assoziationen verbinden wir mit ihr?

Weiß gehört zu den sogenannten unbunten Farben, ebenso wie Schwarz und Grau. Im Gegensatz zu Schwarz, das als Abwesenheit von Licht alle Farben absorbiert, ist Weiß eine Lichtfarbe, in der alle Farben und damit alle Möglichkeiten enthalten sind. Wie ein unbeschriebenes Blatt, frisch und rein, ist Weiß ein Sinnbild für den zarten Neubeginn, für Reinheit, Unschuld und neue Inspirationen. In diesem Sinne steht bei den drei Seinsweisen im Frauenleben das Weiß für die junge Mondsichel, die ihren Zyklus neu beginnt – gleich der jungen Frau. Sie hat die Frische der Jugend und die Freiheit, offen, neugierig und ungebunden ins Leben zu treten.

Gleichzeitig ist Weiß das Symbol der Reinheit des Geistes und steht für die höchste Erleuchtung, für das Heilige – das Licht, in dem alle Weisheit (alle Farben) enthalten sind. Spirituelle Lehrerinnen oder Gurus wie Amma tragen weiße Kleidung aus diesen Gründen. Weiß steht zudem für Frieden und Harmonie. So ist die Friedenstaube, die Botin der Venus, weiß, genauso wie die Friedensfahne, die Auseinandersetzungen beendet. Weiß ist das Licht am Lebensbeginn, wenn wir den mütterlichen Schoß verlassen und unser Leben neu vor uns liegt. Und ins weiße Licht gehen wir hinein, mit aller Weisheit unseres Lebens, am Ende unseres Seins.

In Räumen kann das Weiß groß und offen auf uns wirken und steht für Ruhe, Weite und Klarheit. Ist alles in Weiß getaucht, wie eine schneebedeckte unberührte Winterwelt, so können wir neben der Ruhe auch Leere, Kühle und Kälte empfinden. 

Zusammenfasend ist Weiß eine Farbe des Neubeginns, der Offenheit, Klarheit, Reinheit, Weite und Ruhe. Sie steht zudem für Licht und Erleuchtung, für Frieden und Harmonie und wenn wir überhitzt sind, kann sie uns herunterkühlen.

Jetzt, zu Lichtmess, ist die Erde teilweise noch schneebedeckt und in jedem Fall kalt. Noch kann die Muttererde keine Samen aufnehmen. Die Samen, die wir jetzt setzen können, sind von geistiger Natur. Es sind unsere neuen Visionen, die in der Lichtfarbe Weiß das gesamte Farbspektrum finden, um neu zu denken. Die Klarheit und der Frieden, die im Weiß wirken, mögen dabei ein hilfreicher Fokus sein. 

Bridget

Schneeglöckchen mit einer Frauenfigur

BRIDGET

Noch ist es bitter kalt, dennoch werden die Tage unaufhaltsam lichtvoller, heller und länger. Das untrügliche Zeichen, dass Bridget naht und alles, was noch an die Mittwinterzeit erinnert, in ihrem neuen Licht wie untergeht. Weihnachtsbäume, Adventskränze und die letzten Tannenzweige dürfen jetzt ihrem Feuer übergeben werden, denn unter dem vertrockneten Winterreisig strecken schon die ersten Schneeglöckchen ihre Blättlein dem Licht zu.

Bridgets Name bedeutet (unter anderem) die Strahlende und der „leuchtende Pfeil.“ Diese junge, kraftvoll-feurige Qualität weckt nicht nur das neue Leben und lockt es aus der Erde hervor. Bridget erhellt durch ihren leuchtenden Pfeil und mit ihren Lichtimpulsen auch die verborgenen Tiefen unseres Gemüts. So inspiriert uns Bridget dazu, immer wieder etwas wirklich Neues in unser Leben zu bringen. Inspiration ist Bridgets ureigenste Kraft: Wo vorher Blockade und Stagnation regiert, oder Ahnungslosigkeit herrscht, bekommen wir durch sie eine überraschende Eingebung, eine neue Idee, eine Phantasie. Oder wir spüren eine Ahnung, ein „Wittern“ … Manchmal so intensiv, so überraschend, dass wir es als eine spirituelle Erfahrung erleben. Bridgets Inspiration ist oft zukunftsbezogen, sie erschließt uns neue Handlungsmöglichkeiten.

Ganz besonders willkommen ist Bridgets Inspiration im Zusammenhang mit einer schwierigen Situation. So ist es weise, sich in schwierigen Konstellationen direkt an Bridget zu wenden. Am besten mit einer weißen Kerze, die wir ihr weihen und mit unserer Bitte um neue Perspektiven aufladen. Beim Entzünden der Kerze bitten wir Bridget, sich in der Flamme zu manifestieren. Während die Kerze abbrennt, entwirren sich unsre Blockaden oder die vertrackte Lage und wir bekommen eine neue Idee geschenkt.

Bridgets Baum ist die Birke, die mit ihrer strahlend weißen Rinde, mit ihren leichten, wehenden Zweigen den Vorfrühling ankündigt. Die Birke war auch der erste Baum, der nach dem Ende der Eiszeit Europa wieder begrünt hat, es ist der Baum der Hoffnung und der Rückkehr des Lebens. Wie Bridget verbreitet die Birke Zuversicht, Mut und Vertrauen in die Kraft des Lebens, die zurückkehrt, und unserem Sein und Tun neue Möglichkeiten verheißt. Auch dann, wenn die Welt um uns herum kalt und oft auch düster ist.

Avesta

Planeten auf ihren Bahnen

Wandelzeit 2026 – Luft und Feuerdynamik der langsam laufenden Planeten

Nachdem Pluto Ende 2024 in das Luftzeichen Wassermann eingetreten ist, wechseln im Laufe des Jahres 2026 alle anderen Langsamläufer (Saturn, Uranus, Neptun) in ein Luft- oder Feuerzeichen. Langsamläufer heißen diese Planeten, da sie lange in einem Tierkreiszeichen verweilen und Veränderungen im Weltgeschehen anzeigen.

Hier die Zeiten: Es bleibt Saturn für 2,5 Jahre, Uranus für 7 Jahre, Neptun für 13 Jahre und Pluto für 19 Jahre in einem neuen Tierkreiszeichen.

Bedeutsam ist, dass mit dem Wechsel die aktiven Luft- und Feuerzeichen betont werden. Neptun und Saturn im Widder, Pluto im Wassermann und Uranus in den Zwillingen. Mit Luft und Feuer wird es schnell und dynamisch werden und mitunter kommen wir mit den geistigen, technischen Entwicklungen (z.B. KI) kaum mit. Die Kraft ist nach außen gerichtet, ist beweglich und schnell; keine Zeit mehr für Innenschau und Rückblick, der Blick geht nach vorne, die Handlungen folgen dem Impuls.

In solchen Zeiten des Um- und Aufbruchs ist die Stärkung unserer Resilienz wichtiger denn je. Der Schnelligkeit können wir ein „uns gut erden“ entgegensetzen, Auszeiten zelebrieren und immer wieder in unseren Herzen nachspüren, ob unser Handeln und Denken, unsere Ideologie und Visionen von der Liebe getragen sind.

In diesem Sinne:

Mit dem Fluss des Lebens tanzend,
lasst uns auf die Reise gehen,
den Wandel begrüßen,
im Herzen gegründet,
getragen von der Liebe zum Leben.

Welche Energien schwingen auf uns zu und welche Chancen liegen in diesem besonderen Wandeljahr 2026? Dazu findet ihr im Anschluss eine kurze Beschreibung der Energie, die Räume/Zeichen und der jetzt hier wirkenden Planeten.

Pluto in den Räumen des Wassermannzeichens:

Pluto steht für Macht und Ohnmacht, Fixieren – Loslassen – Wandeln, Wahrhaftigkeit. Sein Zuhause ist die Unterwelt, in dem tiefen Grund der Seele ist seine Heimat. Nun ist er seit Ende 2024 ins Zeichen Wassermann gereist,in die himmlischen Höhen. Dieses Reich ist hell, eine Welt voller Freigeister, Räume, in denen neue Technik und Ideologien entstehen. Ein geistig rebellischer Ort, der im Positiven die sinnvolle Erneuerung, Gleichberechtigung, Gruppenbildung und Schwesterlichkeit stärkt. Der aber auch kalt sein kann und die eigenen Ideologien und technischen Möglichkeiten über das Leben stellt.

Diese Themen rücken nun in den Fokus von Pluto. Mit seiner Stimme aus der Unterwelt wird die intellektuelle, dem Himmel zugewandte Perspektive des Wassermanns mit den Tiefen aus dem Reich der Schatten konfrontiert. Im besten Fall ist mit einer Seelensuche nach tiefer Wahrhaftigkeit das Mangelhafte im Wassermannreich aufzuspüren, zu benennen und zu wandeln. Aber es birgt auch die Kraft des machtvollen Festhaltens, das Fixieren auf Ideologien, die mit aller Macht und überhöhter geistiger Überlegenheit durchgesetzt werden.

Grundsätzlich ist ein tiefgreifender Wandel rund um die Themen neue Techniken, Freiheit, Gleichheit, die Entfaltungsmöglichkeiten der Einzelnen und der Wahlfamilien das Thema.

Uranus in den Räumen des Zwillings

Uranus, welcher selbst ein luftiger Planet ist, wechselt in das Luftzeichen Zwilling, in dem er sich wunderbar austoben kann. Die Räume des Zwillingszeichens sind vielseitig, überall ist etwas zu finden, das die Neugier, das Denken, die Sprache und Kommunikation anregt. Da weht eine frische Luft, die durch Uranus zum schnellen wirbelnden Sturm werden kann. Entwicklungen im Reich der Gedanken, digitale Vernetzung, revolutionäre neue Denkmuster, geistige Flexibilität entstehen, die zu immer neuen Entwicklungen und Ideen führen können. Ein Tempo, eine Informationsflut mit Reizüberforderung und Dauerberieselung könnte auf uns zukommen.

Die Offenheit und Lernbereitschaft einerseits und die Ruhe ,das Ausatmen und der kritische Blick andererseits können hier für uns hilfreich sein.

Saturn und Neptun im Widderzeichen

Im Raum des Widders geht es um die Amazonenkraft, Stärke und Mut für das Neue. Der Impuls ist, vorwärts zu stürmen, zu erobern und kraftvoll den eigenen Willen durzusetzen.

Der erdige Saturn könnte im guten Sinne Realitätssinn und Selbstverantwortung in eine Phase des Neubeginns bringen und das Durchhaltevermögen für neue Projekte stärken. Hier gibt es die Spannung zwischen dem Wusch nach individueller Freiheit und dem Bedürfnis nach Sicherheit und Struktur. 

Neptun verkörpert Hingabe und Vertrauen und wirkt im Kollektiv auf unsere Ideale, Visionen und Spiritualität. Seine träumerische, fließende Kraft könnte sich in ein aktives Einsetzen für Mitgefühl und menschliches Handeln zeigen und wir könnten im besten Fall alte Feindbilder loslassen.

Die Gefahr ist, sich falschen Idealisierungen und Selbstüberschätzungen hinzugeben als auch die Hemmung in der Durchsetzung von friedlichen Zielen.

  • Pluto im Wassermann vom 19. November 2024 bis 9. März 2043
  • Neptun im Widder vom 26. Januar 2026 bis 23. März 2039
  • Saturn im Widder vom 14. Februar 2026 bis 13. April 2028
  • Uranus im Zwilling vom 26. Mai 2026 bis 22. Mai 2033

Bridget

Blüte des Weißdorns

Der Weißdorn:

Schutzpflanze und magischer Liebesbaum

Im Mai bezaubert uns der Weißdorn mit seiner strahlend weißen Blütenpracht und dem betörenden Duft. Er schenkt unserem Herzen Kraft, gilt als Liebesbaum und ist zudem eine starke Schutzpflanze.

In meinem Garten ist es mein magischer Baum. An ihm hängen Bändchen und andere aufgeladene Dinge und zu seinen Wurzeln vergrabe ich, was wieder zur Erde zurück gehört, oder lege wichtige Gegenstände unter ihn.

Dieser Brauch ist schon sehr alt: Bis heute findet ihr – vor allem in Irland – mit bunten Bändern und anderen Dingen geschmückte Weißdorn-Bäume, die vorzugsweise an Quellen stehen. Denn der Weißdorn ist ein starker Schutzbaum, der in weiten Teilen von Europa als solcher genutzt und verehrt wurde. Er beschützt Quellen sowie Heiligtümer und als Schutz- und Liebesbaum sollte er in keinem Hausgarten fehlen. Zudem lieben die kleinen Vögel ihn sehr zum Nisten, da seine dichten und dornigen Zweige sie vor Nesträubern schützen.

Früher wurden Zweige über die Haustür und über Ställe gehängt, damit an den Dornen alles Böse hängen bleiben sollte. Und unter dem Namen „Hagedorn“ ist er gemeinsam mit anderen Heckensträuchern ein wichtiger, undurchdringbarer Weideschutz.   Aus dem sehr harten Holz wurden auch Spazierstöcke gefertigt. Sie galten als Schütz-Stöcke, denn sie konnten – wie kann es anders sein – das Böse von den Wandernden fernhalten.

Doch was hat es mit dem Liebeszauber auf sich?
Der Weißdorn ist ein Rosengewächs und zu Beltane, zum ersten Mai, ist er in seiner vollen Blütenpracht. Mit dem sehr weiblichen Duft, den er verströmt, ist er ein Sinnbild der weißen Göttin. Es ist die junge Frau in ihrer aufblühenden Schönheit und Sexualität, die in der Maienzeit so spürbar ins Leben tanzen möchte. Der männliche Teil ist durch die starken schützenden Dornen repräsentiert. Der Weißdorn hat zudem zweigeschlechtliche Blüten, was zusätzlich auf die Vereinigung von Frau und Mann hinweist.

Am Maibaum sind bis heute mancherorts die Blütenkränze mit ihm geschmückt, so, wie die Kränze der Maientänzerinnen. Und als Dekoration durfte seine Blütenpracht bei keiner Mai-Hochzeit fehlen.

Der Weißdorn hat sehr tiefe Wurzeln, so ist er gut mit Mutter Erde verwurzelt. Diesen Halt brauchen wir in Krisen besonders, genauso wie ein starkes Herz, Schutz und Liebeskraft. All das kann uns der Weißdorn schenken.

Hast du einen Garten, so hol dir diesen wunderbaren Schutz, und lade damit die lebensfrohen kleinen Vögel ein, die das Dickicht lieben, und von den roten Beeren sich nähren. Sammel dir, ob im Garten oder in der freien Natur, Blätter, Blüten und Beeren, für einen Herz stärkenden und Blutdruck regulierenden Tee. Oder mach ihn zu deinem magischen Baum und sprich ihn ruhig an. Denn oft hat, zumindest mein Weißdorn, eine hilfreiche Antwort auf sich in mir drehenden Fragen.

Bridget

Hinweise aus der Anderswelt, die uns heute unterstützen

Hinweise aus der Anderswelt, die uns heute unterstützen

Das Leben in der Natur entfaltet sich in großen, freudigen Schritten, doch in unserer Menschenwelt gibt es so viele energetische Schieflagen und kraftfordernde Herausforderungen, die uns den freudigen Sprung in die Lebensfülle oft erschweren. Darum möchten wir euch einen hoffnungsvollen Text von Avesta mitgeben, der in der vorangegangenen dunklen Jahreszeit entstanden ist.

Hinweise aus der Anderswelt, die uns heute unterstützen

In der Mittwinterzeit haben wir uns als eine kleine Gruppe aus der großen Gemeinschaft der Weisen Frauen in die ruhige Perchtenwelt im Allgäu zurückgezogen. Dabei haben wir gemeinsam zurückgeblickt auf die letzten fünf Jahre und in einer Zeremonie nach vorne geschaut. Daran möchte ich euch gerne teilhaben lassen.

Rückblick

Im Rückblick wird klar, dass die sogenannte Zeitenwende bereits 2020 begonnen hatte. In diesen zurückliegenden fünf Jahren sind wir als Gesellschaft von einem Ausnahmezustand in den nächsten gedriftet. Und die Ausnahmezustände haben eine Schneise der Zersetzung in vielen sozialen Zusammenhängen und Verbindungen hinterlassen. Es herrscht bei Vielen große Verwirrung und Verunsicherung. Krisen und Konflikte sind allgegenwärtig, aber es bleibt unscharf, wer und in welcher Weise die Verantwortung dafür trägt. Unscharf bleiben auch deren Motive und Ziele. Zudem zeigt sich aus der Mainstream-Gesellschaft keine Abhilfe, keine Perspektive aus der Krise. Die kreativen Kräfte der Gesellschaft scheinen wie versiegt zu sein. Im Runenorakel für die Gemeinschaft der Hexen von Silvester für das Jahr 2020 wurde uns damals dieser Spruch geschenkt:

„Die Mütterliche Ordnung braucht unsere Hilfe. Wir sind die Hebammen für die Verwirklichung der mütterlichen Ordnung. Wenn wir unsere Aufgaben erfasst haben, sind wir geschützt, auch durch unsere Eigenmacht. Und wir benötigen die Kraft der Gemeinschaft.“

Dieser Orakelspruch hat noch immer Gültigkeit.

Geschenk für 2025

Und doch wollten wir für 2025 aufs Neue die Nichtsichtbare Wirklichkeit zu Rate ziehen und besser verstehen, worauf es für uns als Hexengemeinschaft, als Gesellschaft, als Menschheitsfamilie 2025 ankommt, was wir brauchen und worauf wir hoffen können. Für 2025 wurde uns die Rune Mannaz geschenkt.

Die Mannaz-Rune ist die Rune der Menschheitsfamilie schlechthin. In ihrem Zeichen ist jeder einzelne Mensch unsere Schwester, Bruder, unser Kind, der und dem wir in einer ganz grundlegenden Solidarität verbunden sind. Zusammengehörigkeit als Menschheitsfamilie bedeutet über Solidarität hinaus auch Sorge, Mitverantwortung und Mitgefühl, die jedes Menschenwesen braucht und auch geben kann. Auch: Menschlichkeit, Respekt, Verständnis füreinander, Wertschätzung – also die essentiellen Werte unseres Zusammenlebens

Diese Haltung steht im Gegensatz zu der öffentlichen Praxis des Trennens und Spaltens und der Abwertung der jeweils Anderen. Aber: Trotz aller auch großen Unterschiede zwischen Menschen haben wir dennoch unendlich viel mehr Gemeinsames, das uns verbindet – dies drückt die Mannaz-Rune aus. Und dies ist es, woran uns die Mannaz-Rune erinnern kann in diesen Zeiten der Spaltung und der Abwertung Anderer.

Diese Rune bedeutet auch die menschliche Sprache als Kommunikationsfähigkeit und damit unsere Kraft, uns in jeder Situation miteinander verständigen zu können: Auch diese Fähigkeit gehört wesensmäßig zu allen Menschen.

Unser grundlegendes Verbundensein drückt in der Mitte der Mannaz-Rune die Gebo-Rune aus: Das liegende Kreuz. Es ist das Symbol der gekreuzten Hände, das entsteht, wenn wir einander die Hand reichen, oder zwei sich küssende Lippen. Ebenso vielsagend sind die beiden einander zugewandten Wimpel, die Freude und Glück, ja Wonne bedeuten, die wir in harmonischer, menschlicher Gemeinschaft erleben können. Diese Glücks-Wimpel weisen uns eine Richtung:

Die Menschheit bewegt sich nicht nur auf den Abgrund zu, sondern auch und gleichzeitig mit Riesenschritten in Richtung einer positiven Transformation, die die indianischen Prophezeiungen DIE FÜNFTE WELT nennen:

In dieser Fünften Welt werden die Übel, die der Westen als Krieg, Kolonialismus, Unterdrückung, Sklaverei der eigenen und der Weltbevölkerung in den letzten 500 Jahren gebracht hat, zusammengebrochen sein. Gewalt, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Materialismus sowie die Gewalt gegen die natürliche Welt werden sich gewandelt haben. Laut den Hopi-Prophezeiungen dürfen wir alle unsere gute Energie und Wandlungskraft schon heute in diese neue Epoche hineintragen. Und wir Frauen spielen in den Voraussagungen der Hopi eine Schlüsselrolle dabei, Abhängigkeit und Gewalt zu beenden und wohlmeinendes Mitgefühl in die Welt hineinzutragen.

Die Mannaz-Rune ist durch ihre Kraft zum positiven Menschsein im Rahmen einer befriedeten Menschheitsfamilie das starke magische Symbol für die GROSSE TRANSFORMATION in die Fünfte Welt, in eine neue, heilere und menschen-gemäßere Wirklichkeit für Alle. Sie schenkt Zuversicht.

Avesta

Zwei Frauen halten einen Hexenbesen in die Luft

Hexenbesen

Der Hexenbesen, sowie das Wort Hexe, ist zutiefst mit Beltane, Walpurgis und dem Tanz auf dem Blocksberg verbunden. Wenn die sinnlichen Blütendüfte im Mai uns ins Freie und zum Lieben locken, wenn die Trommeln uns rufen, der ekstatische Tanz um das Feuer beginnt, dann kommen die Hexen auf ihren Besen geflogen, um zu feiern – so heißt es…?

Nun, auf dem Besen fliegen, das habe ich noch nicht geschafft, doch der fröhliche Tanz mit bunten Bändern um einen selbstgebauten Besen, ist uns ein lieb gewordener Brauch an Beltane. Wir binden unsere Frauenkraft, die Lebenslust, das Genährtsein und den Schutz beim Tanz hinein. Wir verbinden uns dabei mit der Schönheit, der so sinnlichen, frischen, hellgrünen Natur und wirken für das sich jetzt verwurzelnde Leben.

Auf Dorffesten findet sich der Tanz um den Maibaum wieder, ein Fest der Sinnlichkeit der Verbindung von Mann und Frau, dem die Kirche nur die Verunglimpfung der Frau als böse Hexen entgegensetzen konnte. Doch er ist geblieben, der Maientanz, und die Walpurgisnacht und der Hexenbesen.

Der Besen an sich ist unser Alltagswerkzeug, mit ihm kann alles Alte, aller Dreck hinweggefegt werden. „Hinweggefegt“ – welch wunderbares Zauberwort. Ich kehre und fege und dann ist es „hinweg“! Das ist Magie! Wenn wir im Bewusstsein des „Hin-weg-fegens“ von Schmutz und negativen Energien wirken, ist der Besen uns ein gutes Wirkzeug, welches die materielle, sichtbare Welt mit der spirituellen Dimension verbindet und uns einen Alltagszauber in die Hände gibt.

Und so findet sich weltweit im Brauchtum die Fähigkeit des Besens, die bösen Geister zu vertreiben, wie z.B. der Brauch, nach einer Geburt das Zimmer gut auszufegen und so das Neugeborene zu schützen und die unerwünschten Geister zu vertreiben. Der aufgestellte Besen vor der Haustür bewacht die Schwelle und keine negative Energie kann dann hineinkommen.

Ein alter heidnischen Brauch ist es, als Hochzeitspaar über einen Besen zu springen. Hier zeigt sich ein weiterer Aspekt seiner Kraft: Der Besen mit seinem Stiel und dem Birken- oder Haselreisig, steht symbolisch für die Verbindung des Weiblichen mit dem Männlichen, das wir im Maibaum mit dem Kranz (weiblich) um den Maibaumstab (männlich) wiederfinden.

Beim „Besensprung“ stärkt das Paar seine Verbindung und das Glück und den Schutz für die Liebesbindung, sowie die Fähigkeit, negative Energien zu vertreiben.

So denk daran, wenn du deinen Besen schwingst, dass er dir mit dem richtigen Schwung Glück, Schutz und gereinigte Räume schenkt! Es macht einen wunderbaren Unterschied im Gebrauch des Besens, die energetisch, magische Kraft mit hineinzugeben oder/und hineinz sprechen …

Besen, Besen kehr mit mir

Dämonen und Geister weichen dir …

Bridget

Bäume auf einer Wiese

Eine kleine Geschichte zu Walpurgis

Leise und voller Spannung setze ich meine weichen Pfoten voreinander im dunklen Garten, meine Sinne sind scharf wie meine Krallenspitzen. Heute ist die besondere Nacht! Meine Haut zuckt über den angespannten Rückenmuskeln und lässt mein Fell sich sträuben, hrrr. Alles vibriert in mir, meine Schnurrhaare sind aufgerichtet und eine innere, uralte Stimme drängt mich vorwärts, hin zu den sechs Eiben oben am Weiher. Nur heute singen sie, das weiß ich. Der Mond steht als zarte Sichel tief am Himmel, die tanzenden Schatten und Düfte von Mäuseangst, Maiglöckchen, welkenden Apfelblüten und Menschen lenken mich nicht von meinem Ziel ab. Dort bei den Eiben ist es dunkel. Die Töne der Eiben schwellen langsam auf und ab, weben ein Muster durch Zeit und Raum. Ich lasse mich nieder und verharre gespannt, den Schwanz gerade auf der Erde von mir gestreckt, gut mit der Erde verbunden. Bilder entstehen in meinem Innern von Zeiten, in denen hier nur Felder waren, am Rand des großen Hofes. Menschen zogen in jener Nacht in einer Prozession mit Fackeln und Gesang die Feldränder entlang, um sie mit Fruchtbarkeit für das Jahr zu segnen. Sie sprangen über ein Feuer auf dem Hofplatz mit wilden, fröhlichen Gefühlen: frei, ihre Wünsche in die Welt zu rufen und sie durch das Feuer zu entzünden. Sie tanzten, lachten und tranken viel. Einige Paare zogen sich in die Dunkelheit auf die Felder zurück und liebten sich auf der feuchten Erde, um alles Lebendige zu befruchten. Andere bitzelten sich gegenseitig mit Birkenreisig ab, um sich zu erneuern.

Die Luft ist erfüllt mit Wissen und Bildern vergangener und gegenwärtiger Zeiten – die Energien strömen durch alles Lebendige hindurch, vermischen sich und werden neu geboren. Ich blinzele und bewege meine steifen Muskeln aus meiner Sphynx-Haltung heraus, als die Bilder sich ändern. Die Zeiten verschieben sich und ich verstehe, dass die Energien, Erinnerungen und Geschehnisse nicht nur hier im Eibengesang gespeichert sind. Jeder Ort auf Mutter Erde hat sein eigenes Lied, gestaltet von allem, was jeh dort passiert ist. Und alles ist miteinander in Verbindung, sodass ich sogar kurz mit den Katzen von Kassandra, Nofretete und Michelle Obama in Kontakt treten kann. Ein berauschendes Gefühl. Alles Wissen steht mir zur Verfügung, flüchtig und mächtig und alles verbindend, ich spüre es. Meine Menschen habe ich schon davon sprechen hören als morphogenetisches Feld, jetzt weiß ich, was sie meinten. Diese Nacht hat es in sich, aber das Gewebe besteht ja immer weiter in Zeit und Raum, spüre ich noch. Meine Nase juckt, ich muss schrecklich nießen. Die Verbindung ist weg, weil so ein frecher Blütenstaub in meiner Nase kribbelt. So muss es meinen Menschen bei Meditationen gehen, hab ich schon beobachtet.

Ich strecke und dehne meine ansehnlichen Muskeln, zeige gähnend mein eindrucksvolles Gebiss und putze mich erstmal ausgiebig – jetzt, da die Verbindung futsch ist. Doch was ist das? Kichernde Frauen kommen auf den Hofplatz und entfachen ein Feuer, bitzeln sich mit Birkenreisig, kehren mit bunt geschmückten Reisigbesen Verstaubtes fort und springen Wünsche rufend über das Feuer. Ich habe das Gefühl, die Eiben lächeln in sich hinein und in die wilde Nacht, die tief in das Weltengefüge hineinwirkt. In der Sandkuhle zwischen den Eibenwurzeln mache ich es mir gemütlich, schaue mit einem Auge den wilden Frauen zu und lächle mit den Eiben mit.

AnaNut

Blühender Rododentron Busch

Beltane

Maibaum auf einer grünen Wiese

Wilde, sinnenfrohe Zeit … die Sonne hat sich endgültig den Himmel erobert und strahlt ihre Feuerkraft herab auf die Erde.

Der Sonnengott freit um die junge, schöne Erdentochter. Diese hat sich mit den süß riechenden Pflanzen geschmückt und tanzt mit ihm in der Beltane-Nacht. In manchen Orten wird der Maibaum aufgestellt. Ein Pfahl, der einen Kranz aus frischem Grün trägt, und ihn durchdringt. Symbolisch stellt er die heilige Hochzeit dar. Früher wurde um ihn herumgetanzt und ausgelassen gefeiert, und viele Paare fanden sich zusammen und haben die Riten der Erdentochter und ihres Heros vollzogen. Noch heute wird an vielen Orten zum Maitanz aufgespielt. Ein Abglanz der alten Feste.

Und die Natur nimmt die Freude und Sinnlichkeit auf, die Elfen und Feen, die Zwerge und Gnome, alle tanzen ihren Tanz der Ekstase. Und auch uns wilde weise Frauen zieht es in diesen Maiennächten hinaus, um im Rhythmus der Natur aufzugehen. Wir tanzen, singen, trommeln, entzünden Freudenfeuer und springen darüber. Wir rufen dabei laut aus, was wir uns sehnsüchtig wünschen.

In unseren Ritualen feiern, stärken und intensivieren wir unsere Liebeskraft und unser Lebensfeuer auf allen Ebenen. Wir feiern unser wildes, freies, wahres Selbst, wir wirken für die Entfaltung der Kraft des Weiblichen auf allen Ebenen. Wir stellen unseren eigenen Maibaum auf und verweben beim Tanz mit den bunten Bändern unsere Gemeinschaft aufs Neue. Und wir können die magische Maibowle „brauen“: mit dem duftenden Waldmeister und perlendem Sekt.

Rhiannon