Teller mit Rotkohlsalat mit weißem Bohnenpüree

Merlianas Rezept zu Imbolc:

Rotkohlsalat mit weißem Bohnenpüree

In der Rauhnachtszeit stand mir Baba Yaga oft zu Seite. In ihrem Haus fühlte ich mich wohlig und geschützt, wenn es draußen tobte. Sie forderte mich mal sanfter und mal vehementer auf, das Gewand meiner Wildheit anzulegen und ja, sie schickte mir die Ahnung des rohen Rotkohls, der sich mit der Orange verbindet. Die Ahnung begleitete mich als Wolke und ich suchte den Blick nach unten gerichtet währenddessen den weißen unberührten Schnee.

Weißer unberührter Schnee, weißes unbeschriebenes Papier, weiß, liegt die Ahnung darunter oder darin für das Auge verborgen? Braucht es Mut, Achtsamkeit, Neugierde, Offenheit, Zartheit, Entschlossenheit für den ersten Schritt, das Aufsetzen des Stiftes? Lehne dich zurück, schließe die Augen – bist du bereit, deiner Ahnung zu lauschen? Offen für das, was sich dir zeigen, offenbaren möchte? Was durch dich, mit dir Gestalt annehmen möchte?

Die Ahnung in Gestalt des Rotkohls blieb an meiner Seite und flüsterte mir immer wieder zu, dass Weiß manchmal auch Violett trägt. So nehme ich ein weißes Brett anstelle des weißen Schnees und folge der Ahnung, setze die ersten Schritte entschlossen und überlasse der Ahnung die Führung. Im Violett des Rotkohls ist alles in Verborgenheit enthalten, was sich langsam entfalten wird. Mit dem Orange der Orange kommt das zartmilde wiedererwachte Licht. Das Weiß des Meerrettichs entzündet das Feuer des Neubeginns und ist bereit, den Winter zu gegebener Zeit hinfort zu schicken. Durch das liebevolle Massieren wird der Rotkohl weicher und gewinnt an Zartheit, verbindet sich mit der Orange und dem Meerrettich. Das Bohnenpüree ist der Boden, das weiche Bett für das neue Wachsen. Die Birne verleiht dem Püree eine dezente Süße und der Knoblauch den Akzent für das Spannungsfeld … So vieles ist möglich, und die Richtung, was sein wird, ist noch nicht klar konturiert. Kürbiskerne und ihr Öl, die Botschaft der Herzgrünkraft in und um uns. Ob die Kürbiskerne grob gehackt mit in den Rotkohlsalat kommen oder die feingehackten Haselnüsse aufs Bohnen-Püree ist deine Entscheidung, ebenso die Art der Präsentation. Folge deiner Ahnung …

Das Gericht lässt sich wunderbar auch einen Tag vorher vorbereiten und mitnehmen, wohin auch immer. Was dazu sonst noch passt? Ein wunderbar kräftiges Roggen- oder Bauernbrot. Mmh – dazu könnt ihr, wenn ihr der veganen Linie folgt, eine Margarine aufschlagen und sie mit zum Beispiel gehackten Kürbis- und Haselnusskernen würzen.

Merliana

Link zum Rezept (PDF)

Bäume im Schnee

Lichtmess

Unser nächstes Fest auf dem Jahresrad ist das Fest der weißen Göttin: Lichtmess.

Dieses Fest hat neben der astrologischen und spirituellen Bedeutung im Lauf der Zeit ganz unterschiedliche Schwerpunkte und unterschiedliche Inhalte. Ein paar davon will ich euch vorstellen:

Zuerst einmal Imbolc

Imbolc ist ein Fest der Stille, und bedeutet „im Bauch“. Im Sinne von „noch ist alles im Bauch von Mutter Erde“. Alle Samen liegen noch wohlbehütet in ihrem warmen Schoß, aber mit zunehmender Helligkeit und Wärme regen sich die Elementarwesen und die Fruchtbarkeitsgeister. Sie räkeln und dehnen sich und steigen aus der Erde. Allen voran der Bär! Der zottige Gefährte der weißen Göttin. Er ist noch recht steif, schlaftrunken und hungrig und steckt an Imbolc zum ersten Mal seine Nase aus der Höhle, um zu sehen, wie weit der Frühling schon gediehen ist. Er hält Ausschau nach seiner Braut, der Frühlingsgöttin, denn der Bär ist kein anderer als der wiedergeborene, noch verhüllte jugendliche Sonnengott.

Schlenkerltag

Der 2. Februar war auch Schlenkerltag, der Tag, an dem Dienstboten ihren Arbeitsvertrag beendeten oder noch einmal erneuern konnten. Bis zum Antritt der zum Beispiel neuen Arbeitsstelle gab es Schlenkerlweil-Freizeit, in der man feierte und fröhlich war. Damals besiegelte ein schlichter Handschlag ohne schriftliche Vereinbarung die Arbeitsverträge, welche immer verlangten, ein volles Jahr zusammenzubleiben.

Lichtmess war also auch ein wichtiger Tag im Wirtschaftsjahr. Ein Zahl- und Zinstermin wie auch an Martini. Wer von den Mägden und Knechten gehen wollte, sagte dem Bauern Bescheid und verließ den Hof.

Kerzenfest

Früher wurden in der Winterzeit aus dem Talg der im Herbst geschlachteten Tiere Unschlitt-Kerzen gefertigt. Auch die kostbaren Wachskerzen entstanden in Heimarbeit während des Winters. Zu Lichtmess wurden die neu gefertigten Kerzen dann geweiht. Das Wachs von an Lichtmess geweihten Bienenwachskerzen hat eine hohe Schutzkraft und bringt Licht und Freude, denn es enthält das sanfte Licht des Sommers.

Bridget oder Brigid

Die brennende Kerze symbolisiert das neuerwachte Licht – und die keltische Feuergöttin Brigid.

Brigid ist die Beschützerin des neugeborenen Lebens. In der keltischen Tradition wird von Sonnenuntergang des 1. Februar bis zum Sonnenuntergang des 2. Februar das Fest der Göttin Brigid mit großen Feuern gefeiert.

Brigid und Maria Lichtmess

Die Kelten begrüßten Brigid mit einem Feuerfest und befragten das Orakel.

Auch Probe-Ehen für ein Jahr wurden an diesem Tag geschlossen.

So beliebt war die holde Göttin, die Dichterinnen, Heilerinnen und Zauberer gleichermaßen inspiriert, dass selbst die Christen nicht auf ihr Fest verzichten mochten. Sie tauften das Imbolc-Fest in Maria Lichtmess um.

 Schneeweißchen und Rosenrot

Schneeweischen und Rosenrot

Ihr alle kennt sicherlich das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“. Lest es nocheinmal durch. Der Bär bleibt in der Tür hängen und unter seinem Pelz verborgen leuchtet Gold, denn es steckt ein junger Prinz darin – der junge Sonnenkönig.

Und die beiden Mädchen „Schneeweißchen“ und „Rosenrot“ verkörpern, wie ihr symbolträchtiger Name schon besagt, die junge Göttin Brigid. Ja und die alte Mutter, die dem Bären im Winter Zuflucht gewährt hatte, ist niemand anderes als die alte Erdmutter, die Frau Holle oder auch Frau Percht.

Wenn wir die alten Märchen mit diesem Wissen lesen, sehen wir, wie auf ganz versteckte Weise das alte Wissen und Kulturgut weitergetragen wurde.

Wachrütteln von Bäumen und Pflanzen

Wer hellsichtig genug war, konnte Brigid auf einem Hirsch reiten sehen, wie sie die Samen weckte und die Bäume wachrüttelte, sodass die Säfte wieder zu fließen begannen. Sie verkörpert die Kräfte des Ostens und des neuen Morgens.

Storl schreibt: „Noch immer gibt es alte Bauern, die am Lichtmesstag ihre Obstbäume wachrütteln und den Bienen im Stock die frohe Botschaft verkünden.“

Nach Brigid wurden Flüsse und Städte benannt: Bregenz, Brigantia, Braganca in Italien, Brig in Wallis, die Ebene Brega in Irland. Der Bär, der die Fruchtbarkeit bringt, und die Bienen, aus deren Waben goldgelbe Kerzen gemacht werden, sind die Lieblingstiere der weißen Brigid.

Rhiannon

Lichtreflexe in einem Bach im Winter

Farbe Weiß

Weiß ist die Farbe des Lichtes, welches jetzt zu Lichtmess beziehungsweise Imbolc spürbar zurückkehrt. Weiß wie die zauberschöne Schneedecke und die ersten Schneeglöckchen, die sich nun zeigen. Als an Imbolc Geborene liebe ich das Weiß, das neue Licht und damit die neuen Möglichkeiten und Visionen. Denn wenn das Licht im Schnee sich bricht, werden alle Farben wie im Regenbogen sichtbar.

Doch was ist die Bedeutung von Weiß? Wie wirkt diese Farbe auf uns und welche Assoziationen verbinden wir mit ihr?

Weiß gehört zu den sogenannten unbunten Farben, ebenso wie Schwarz und Grau. Im Gegensatz zu Schwarz, das als Abwesenheit von Licht alle Farben absorbiert, ist Weiß eine Lichtfarbe, in der alle Farben und damit alle Möglichkeiten enthalten sind. Wie ein unbeschriebenes Blatt, frisch und rein, ist Weiß ein Sinnbild für den zarten Neubeginn, für Reinheit, Unschuld und neue Inspirationen. In diesem Sinne steht bei den drei Seinsweisen im Frauenleben das Weiß für die junge Mondsichel, die ihren Zyklus neu beginnt – gleich der jungen Frau. Sie hat die Frische der Jugend und die Freiheit, offen, neugierig und ungebunden ins Leben zu treten.

Gleichzeitig ist Weiß das Symbol der Reinheit des Geistes und steht für die höchste Erleuchtung, für das Heilige – das Licht, in dem alle Weisheit (alle Farben) enthalten sind. Spirituelle Lehrerinnen oder Gurus wie Amma tragen weiße Kleidung aus diesen Gründen. Weiß steht zudem für Frieden und Harmonie. So ist die Friedenstaube, die Botin der Venus, weiß, genauso wie die Friedensfahne, die Auseinandersetzungen beendet. Weiß ist das Licht am Lebensbeginn, wenn wir den mütterlichen Schoß verlassen und unser Leben neu vor uns liegt. Und ins weiße Licht gehen wir hinein, mit aller Weisheit unseres Lebens, am Ende unseres Seins.

In Räumen kann das Weiß groß und offen auf uns wirken und steht für Ruhe, Weite und Klarheit. Ist alles in Weiß getaucht, wie eine schneebedeckte unberührte Winterwelt, so können wir neben der Ruhe auch Leere, Kühle und Kälte empfinden. 

Zusammenfasend ist Weiß eine Farbe des Neubeginns, der Offenheit, Klarheit, Reinheit, Weite und Ruhe. Sie steht zudem für Licht und Erleuchtung, für Frieden und Harmonie und wenn wir überhitzt sind, kann sie uns herunterkühlen.

Jetzt, zu Lichtmess, ist die Erde teilweise noch schneebedeckt und in jedem Fall kalt. Noch kann die Muttererde keine Samen aufnehmen. Die Samen, die wir jetzt setzen können, sind von geistiger Natur. Es sind unsere neuen Visionen, die in der Lichtfarbe Weiß das gesamte Farbspektrum finden, um neu zu denken. Die Klarheit und der Frieden, die im Weiß wirken, mögen dabei ein hilfreicher Fokus sein. 

Bridget

Schneeglöckchen mit einer Frauenfigur

BRIDGET

Noch ist es bitter kalt, dennoch werden die Tage unaufhaltsam lichtvoller, heller und länger. Das untrügliche Zeichen, dass Bridget naht und alles, was noch an die Mittwinterzeit erinnert, in ihrem neuen Licht wie untergeht. Weihnachtsbäume, Adventskränze und die letzten Tannenzweige dürfen jetzt ihrem Feuer übergeben werden, denn unter dem vertrockneten Winterreisig strecken schon die ersten Schneeglöckchen ihre Blättlein dem Licht zu.

Bridgets Name bedeutet (unter anderem) die Strahlende und der „leuchtende Pfeil.“ Diese junge, kraftvoll-feurige Qualität weckt nicht nur das neue Leben und lockt es aus der Erde hervor. Bridget erhellt durch ihren leuchtenden Pfeil und mit ihren Lichtimpulsen auch die verborgenen Tiefen unseres Gemüts. So inspiriert uns Bridget dazu, immer wieder etwas wirklich Neues in unser Leben zu bringen. Inspiration ist Bridgets ureigenste Kraft: Wo vorher Blockade und Stagnation regiert, oder Ahnungslosigkeit herrscht, bekommen wir durch sie eine überraschende Eingebung, eine neue Idee, eine Phantasie. Oder wir spüren eine Ahnung, ein „Wittern“ … Manchmal so intensiv, so überraschend, dass wir es als eine spirituelle Erfahrung erleben. Bridgets Inspiration ist oft zukunftsbezogen, sie erschließt uns neue Handlungsmöglichkeiten.

Ganz besonders willkommen ist Bridgets Inspiration im Zusammenhang mit einer schwierigen Situation. So ist es weise, sich in schwierigen Konstellationen direkt an Bridget zu wenden. Am besten mit einer weißen Kerze, die wir ihr weihen und mit unserer Bitte um neue Perspektiven aufladen. Beim Entzünden der Kerze bitten wir Bridget, sich in der Flamme zu manifestieren. Während die Kerze abbrennt, entwirren sich unsre Blockaden oder die vertrackte Lage und wir bekommen eine neue Idee geschenkt.

Bridgets Baum ist die Birke, die mit ihrer strahlend weißen Rinde, mit ihren leichten, wehenden Zweigen den Vorfrühling ankündigt. Die Birke war auch der erste Baum, der nach dem Ende der Eiszeit Europa wieder begrünt hat, es ist der Baum der Hoffnung und der Rückkehr des Lebens. Wie Bridget verbreitet die Birke Zuversicht, Mut und Vertrauen in die Kraft des Lebens, die zurückkehrt, und unserem Sein und Tun neue Möglichkeiten verheißt. Auch dann, wenn die Welt um uns herum kalt und oft auch düster ist.

Avesta

Planeten auf ihren Bahnen

Wandelzeit 2026 – Luft und Feuerdynamik der langsam laufenden Planeten

Nachdem Pluto Ende 2024 in das Luftzeichen Wassermann eingetreten ist, wechseln im Laufe des Jahres 2026 alle anderen Langsamläufer (Saturn, Uranus, Neptun) in ein Luft- oder Feuerzeichen. Langsamläufer heißen diese Planeten, da sie lange in einem Tierkreiszeichen verweilen und Veränderungen im Weltgeschehen anzeigen.

Hier die Zeiten: Es bleibt Saturn für 2,5 Jahre, Uranus für 7 Jahre, Neptun für 13 Jahre und Pluto für 19 Jahre in einem neuen Tierkreiszeichen.

Bedeutsam ist, dass mit dem Wechsel die aktiven Luft- und Feuerzeichen betont werden. Neptun und Saturn im Widder, Pluto im Wassermann und Uranus in den Zwillingen. Mit Luft und Feuer wird es schnell und dynamisch werden und mitunter kommen wir mit den geistigen, technischen Entwicklungen (z.B. KI) kaum mit. Die Kraft ist nach außen gerichtet, ist beweglich und schnell; keine Zeit mehr für Innenschau und Rückblick, der Blick geht nach vorne, die Handlungen folgen dem Impuls.

In solchen Zeiten des Um- und Aufbruchs ist die Stärkung unserer Resilienz wichtiger denn je. Der Schnelligkeit können wir ein „uns gut erden“ entgegensetzen, Auszeiten zelebrieren und immer wieder in unseren Herzen nachspüren, ob unser Handeln und Denken, unsere Ideologie und Visionen von der Liebe getragen sind.

In diesem Sinne:

Mit dem Fluss des Lebens tanzend,
lasst uns auf die Reise gehen,
den Wandel begrüßen,
im Herzen gegründet,
getragen von der Liebe zum Leben.

Welche Energien schwingen auf uns zu und welche Chancen liegen in diesem besonderen Wandeljahr 2026? Dazu findet ihr im Anschluss eine kurze Beschreibung der Energie, die Räume/Zeichen und der jetzt hier wirkenden Planeten.

Pluto in den Räumen des Wassermannzeichens:

Pluto steht für Macht und Ohnmacht, Fixieren – Loslassen – Wandeln, Wahrhaftigkeit. Sein Zuhause ist die Unterwelt, in dem tiefen Grund der Seele ist seine Heimat. Nun ist er seit Ende 2024 ins Zeichen Wassermann gereist,in die himmlischen Höhen. Dieses Reich ist hell, eine Welt voller Freigeister, Räume, in denen neue Technik und Ideologien entstehen. Ein geistig rebellischer Ort, der im Positiven die sinnvolle Erneuerung, Gleichberechtigung, Gruppenbildung und Schwesterlichkeit stärkt. Der aber auch kalt sein kann und die eigenen Ideologien und technischen Möglichkeiten über das Leben stellt.

Diese Themen rücken nun in den Fokus von Pluto. Mit seiner Stimme aus der Unterwelt wird die intellektuelle, dem Himmel zugewandte Perspektive des Wassermanns mit den Tiefen aus dem Reich der Schatten konfrontiert. Im besten Fall ist mit einer Seelensuche nach tiefer Wahrhaftigkeit das Mangelhafte im Wassermannreich aufzuspüren, zu benennen und zu wandeln. Aber es birgt auch die Kraft des machtvollen Festhaltens, das Fixieren auf Ideologien, die mit aller Macht und überhöhter geistiger Überlegenheit durchgesetzt werden.

Grundsätzlich ist ein tiefgreifender Wandel rund um die Themen neue Techniken, Freiheit, Gleichheit, die Entfaltungsmöglichkeiten der Einzelnen und der Wahlfamilien das Thema.

Uranus in den Räumen des Zwillings

Uranus, welcher selbst ein luftiger Planet ist, wechselt in das Luftzeichen Zwilling, in dem er sich wunderbar austoben kann. Die Räume des Zwillingszeichens sind vielseitig, überall ist etwas zu finden, das die Neugier, das Denken, die Sprache und Kommunikation anregt. Da weht eine frische Luft, die durch Uranus zum schnellen wirbelnden Sturm werden kann. Entwicklungen im Reich der Gedanken, digitale Vernetzung, revolutionäre neue Denkmuster, geistige Flexibilität entstehen, die zu immer neuen Entwicklungen und Ideen führen können. Ein Tempo, eine Informationsflut mit Reizüberforderung und Dauerberieselung könnte auf uns zukommen.

Die Offenheit und Lernbereitschaft einerseits und die Ruhe ,das Ausatmen und der kritische Blick andererseits können hier für uns hilfreich sein.

Saturn und Neptun im Widderzeichen

Im Raum des Widders geht es um die Amazonenkraft, Stärke und Mut für das Neue. Der Impuls ist, vorwärts zu stürmen, zu erobern und kraftvoll den eigenen Willen durzusetzen.

Der erdige Saturn könnte im guten Sinne Realitätssinn und Selbstverantwortung in eine Phase des Neubeginns bringen und das Durchhaltevermögen für neue Projekte stärken. Hier gibt es die Spannung zwischen dem Wusch nach individueller Freiheit und dem Bedürfnis nach Sicherheit und Struktur. 

Neptun verkörpert Hingabe und Vertrauen und wirkt im Kollektiv auf unsere Ideale, Visionen und Spiritualität. Seine träumerische, fließende Kraft könnte sich in ein aktives Einsetzen für Mitgefühl und menschliches Handeln zeigen und wir könnten im besten Fall alte Feindbilder loslassen.

Die Gefahr ist, sich falschen Idealisierungen und Selbstüberschätzungen hinzugeben als auch die Hemmung in der Durchsetzung von friedlichen Zielen.

  • Pluto im Wassermann vom 19. November 2024 bis 9. März 2043
  • Neptun im Widder vom 26. Januar 2026 bis 23. März 2039
  • Saturn im Widder vom 14. Februar 2026 bis 13. April 2028
  • Uranus im Zwilling vom 26. Mai 2026 bis 22. Mai 2033

Bridget

Die Schleier lichten sich – eine Begegnung mit den Ahnen im Wald

Farbige Rindenstrucktur

Der Herbstwald vermag uns nicht nur mit der Farbenpracht der Blätter zu verzaubern. In dieser Zeit, Anfang November, beginnen sich die Schleier zur Anderswelt zu lichten und der Wald, insbesondere die vielfältigen Wesen des Erdreichs, unterstützen uns, unsere Sinne für die Anderswelt zu weiten. So verlasst einmal die gewohnten Pfade, die Waldwege, und tretet ein in den Wald mit einer Frage, einem Anliegen. Habt ihr einen Wunsch an die Ahnen? Oder habt ihr Anliegen, wo ihr euch Unterstützung wünscht?
Und übergebt euch nun der Führung des Waldes und öffnet eure Sinne. Eure Schritte sind nun langsam und eure Sinne geöffnet.

  • Welche Gerüche nehmt ihr wahr?
  • Was entdeckt ihr auf dem Waldboden?
  • Welches Muster wirft das Licht auf Stämme und das Erdreich?
  • Welche Farben und Formen entdeckt ihr?
  • Hört ihr das Gluckern eines Baches? Den Gesang eines Vogels?
  • Seht ihr Tierspuren?
  • Spürt und hört ihr den Windklang in den Blättern und wie er über euer Gesicht streicht, vielleicht auch eure Haare zaust?

Ihr spürt, wie ihr euch langsam einstimmt, eure Sinne immer feiner werden: ihr vielleicht Pilze entdeckt, die ihr zuerst gar nicht wahrgenommen habt, Wesen in Wurzeln schaut, grünprächtige Moose euch einladen zum Verweilen und sie mit euren Händen erspüren, Zweige Zeichen und Muster bilden, Vogelfedern euch den Weg weisen, ihr ein Wispern der Zweige hört und vieles mehr.

Vertraut dem Wald und euren Ahnen. Sie wissen, über welche Sinne ihr ihre Botschaft versteht, wie sie am besten mit euch kommunizieren können. Sie werden euch mitteilen, ob ihr im Gehen bleibt oder ob ihr euch an einer Stelle niederlasst.

Wenn ihr eure Botschaft empfangen und vielleicht auch ein Geschenk erhalten habt, bedankt euch mit einem Lied oder auf eine andere Weise. Atmet tief ein und aus und blickt in euer Inneres. Hat sich eure Stimmung verändert? Welches Gefühl ist in euch nun stark?

Inspiration zum R-ahnen-Risotto

schwarze Pilse im Herbstlaub

Auf einem solchen Waldspaziergang, den ich unternahm, um mich von den Ahnen und den Waldwesen für ein ehrendes Essen inspirieren zu lassen, haben sie mich an eine Stelle mit Totentrompeten geführt. Die Totentrompeten, auch Herbsttrompeten, gehören zu den inzwischen selten gewordenen und überaus köstlichen Würz-Pilzen. So habe ich ein wenig von der Totentrompete in das Rahnen-Risotto mit hineingegeben – doch ihr könnt es durch Steinpilzpulver ersetzen oder einfach weglassen. Die badische Bezeichnung der Roten Bete lautet Rahnen und die Verbindung zur Ahnenkraft ist in diesem Begriff auf wunderschöne Weise enthalten. Risotto-Reis, Rahnen, Zwiebeln, Butter und Gemüsebrühe sind die Basiszutaten, alle weiteren sind mein individueller Verbindungsweg zu den Ahnen. Denn mit den Ahnen Verbindung aufzunehmen, sie kulinarisch zu ehren, ist ein individueller Weg. Individuell sind die Lieblingsgewürze, Käse etc. eurer Ahnen. Setzt euch vor dem Kochen mit eine Tasse Tee aufs Sofa und nehmt Verbindung auf zu einer oder mehreren Ahnen. Es kommt euch bestimmt Verschiedenes in den Sinn, mit dem ihr nun euer Risotto würzen könnt – vom Quittengelee über den Korn, vom Kaffee zum Lavendel. Und wenn ihr nun die Stirn runzelt, den Mund kräuselt und denkt „das passt doch überhaupt nicht zusammen“, wisst ihr, ihr nehmt nur eine Essenz davon, wirklich seh,r sehr wenig. Es geht um die Absicht, die innere Verbindung. Und im Rühren des Risottos webt ihr all das hinein: Erinnerungen, Bilder, Gefühle. Und, ja klar, ihr könnt auch beim Kochen, wie beim Waldspaziergang, eine Frage, eine Bitte an die Ahnen richten. Und ich wünsche euch, dass ihr ihre unterstützende weise Botschaft gleich mit hineinkochen könnt und somit euch diese beim genussvollen Essen nährend einverleibt. Und möge die Kraft der Ahnen, ihr liebevolles Geleit, mit auf euren Wegen sein.

Bilder und Texte: Merliana

Abgestorbener Baum mit Eveu bewachsen. Wirkt wie ein Geist

Ahnen der Vorgeschichte

Längst wissen wir, dass alte Traumata unserer Ahninnen über Generationen weitergetragen werden. Oft ist es schwer, diese Themen zu berühren – für uns Frauen sind sie nicht selten mit Schmerz, Gewalt, Verfolgung und Unterdrückung verbunden. Doch in unseren Zellen ruhen auch andere Erinnerungen: die Spuren einer ungebrochenen Kraft, die uns trägt und anbindet.

Wenn wir tief in unsere Frauengeschichte zurückgehen, finden wir über einen unermesslich langen Zeitraum von rund 30.000 Jahren Menschheitsgeschichte vor allem eines: einzig weibliche Statuetten und weitere archäologische Funde, Höhlenmalereien und Gräber, die weltweit von einer kraftvollen Vergangenheit zeugen. Vor 40.000 bis etwa 6.000 Jahren war das Patriarchat noch nicht erfunden. Auf unserer Erde lebten egalitäre Gemeinschaften, in denen Frauen als Schöpferinnen, Künstlerinnen, Sammlerinnen, Jägerinnen, Töpferinnen, Händlerinnen, Kriegerinnen und Weisheitsträgerinnen geehrt wurden. Sie waren Mütter, die Leben hervorbrachten, nährten und gestalteten, und sie standen mit ihren Kindern im Mittelpunkt der sozialen Gemeinschaften.

Sich mit dieser uralten Frauenkraft zu verbinden, ist zutiefst heilend und stärkend. Wir betreten damit andere Welten – Zeiten, in denen die Menschheit mit Mutter Erde im Einklang lebte und die Natur als beseelt wahrgenommen wurde. Ein Leben im Einklang mit Tieren und Pflanzen, mit Bergen und Tälern, mit den Zyklen der Sonne und der Mondin.

Jetzt, zu Samhain, wenn die Schleier dünn werden, können wir diese Ahninnen im Schein einer Kerze zu uns rufen. Wir dürfen uns fragen: Was in meinem Leben nährt mich wirklich? Welche Dinge, Begegnungen, Aktivitäten darf ich loslassen, damit die wilde, weise Seele – die starke Frauenkraft in meinen Zellen – wieder frei atmen und leben kann?

Nehmen wir uns die Zeit, in die Vergangenheit zu reisen. Denn dort liegt ein Wissen, das wir heute dringend brauchen: die tiefe Wertschätzung des Weiblichen, das Geborgensein in Gemeinschaften, und die Wahrnehmung einer beseelten Welt, die von Liebe und Achtsamkeit getragen ist.

Bridget

Hier zu kannst du unsere HERstory lesen.

Und noch eine Buchempfehlung
Sach-Comic von Ulli Lust, ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis:
„Die Frau als Mensch: Am Anfang der Geschichte“, Verlag Reprodukt

Ein Blick im Dunkeln über einen See

Morgaine und Morrigu

Die mythische keltische Gestalt der Morgaine oder Morrigu steht in ihrer nebelgleichen, schwebenden, verschwindenden – und dann aus der Unsichtbarkeit wieder auftauchenden – Erscheinung für spätherbstliche Zauberwesen, wie sie uns in der Samhainzeit manchmal umgarnen. Morgaine bezaubert durch ihre feenschöne, verführerische Gestalt und blendet dabei gerne den Verstand. Dieser ambivalente Aspekt drückt sich in ihrem anderen Namen Morrigu aus. Denn ihre unwirkliche Schönheit kann unversehens auch zur Gefährdung und zum Trugbild werden. Welcher ganz vernünftige Mensch lässt sich nicht gerne einnehmen, „verführen“, wenn ihr oder ihm unerwartet eine vollendete Verkörperung der höchsten Ideale leibhaftig entgegentritt? Oder wenn uns eilfertig für eine ausweglose Zwickmühle die ganz einfache Lösung vorgegaukelt wird? Und wer kennt nicht das bestätigende und selbsterhöhende Gefühl, auf der Seite der scheinbar „Guten“ und „Richtigen“ zu stehen?

In der keltischen Sage lockt die feenschöne Morgaine den Weisen und Zauberer Merlin in ihr magisches Traumschloss. In seiner Begeisterung für das anmutige Wesen verliert Merlin rasch seine Orientierung, seinen Verstand. Er irrt ihr nach und währenddessen versiegelt eine dynamisch wuchernde Brombeerhecke das Zauberschloss. Seine Weisheit kommt dem weisen Merlin abhanden, sie hat sich unbemerkt in Nichts aufgelöst. Er verirrt sich hilflos in Morgaines Traumwelt im Schloss und die Geschichte geht schlecht aus für ihn: Er wird zum Gespött der Leute und endet schließlich erbärmlich in den unsichtbaren Ketten der Morrigu.

Die keltische Sage will uns an unsere Empfänglichkeit für Illusionen, Selbsttäuschungen und Selbstgerechtigkeit erinnern, und an unsere Verführbarkeit durch das scheinbar Einfache und Ideale, durch das trügerisch „Gute“. Sie öffnet uns die Augen dafür, dass nichts nur so ist, wie es scheint, und dass alles auch eine Rückseite hat. Diese Facette der Wirklichkeit zeigt sich uns in der Symbolsprache der keltischen Welt auch dadurch, dass Morrigu nur eine Vorderseite hat, sie also eigentlich nur eine Fassade ist, und ihre Rückseite ist hohl, schwarz und hässlich.

Novembernebel locken hinein in eine Vieldeutigkeit, laden uns ein, uns darin bewegen zu lernen, unsicher zu sein, und dabei Mehrdeutigkeit und Unbestimmtes zu erkennen und aushalten – obwohl wir vieles gerne klar und eindeutig hätten…

Avesta

Blick in Herbstlaub einer Linde

Gartengewisper zum Samhain-Ritual

Ich bin hier die Linde und schütze mit meinen Zweigen das Haus und alles andere Lebendige in der Nähe. In meinen Zweigen wohnte in diesem Jahr ein Amselpärchen und von Zeit zu Zeit schlafen ein paar Fledermäuse über Tage in meinen Rindenspalten. In diesem Jahr zähle ich meinen 364sten Sonnenlauf und möchte euch etwas erzählen, was mich sehr beeindruckt hat.

Wie immer um diese Jahreszeit zog ich mit meinen kräftigen Wurzeln den Saft und alles Wichtige aus meinen Blättern und Zweigen, um mich auf die kalte Zeit vorzubereiten. Meine Herzblätter huldigten ein letztes Mal der Sonne in goldgelben Farben und viele verabschiedeten sich schon und sanken zu Boden. Die Nächte dehnten sich wie gewohnt aus und eine leichte und zarte Stimmung verbreitete sich.

An dem Tag im Herbst, der sich stets so besonders anfühlt, trafen sich in der Abenddämmerung einige Menschenfrauen in meinem Garten und erschufen eine lebendige Energiekuppel um sich herum. Das hatte ich schon ein paar Mal mitbekommen, doch diesmal wurde es noch magischer. Sie riefen zwar wie immer die Kräfte der Elemente und von Göttinnen an, sangen und sprachen über die aktuelle Jahreszeit. Auch die kleinen Energiewesen des Hauses und des Gartens interessierten sich, kamen hinzu und belebten die Energiekuppel. Die Katze saß in einigem Abstand und die Krähen auf dem Hausdach schauten leise zu.

Doch dann riefen die Frauen ihre Ahnen an und ich sah, dass sich zarte Schleier hinter jeder Frau öffneten und leuchtende Wesen heraustraten. Einige kannte ich schon, denn sie lebten vor ihrem Tod als Menschen hier im Haus. Doch andere hatten den Duft von fernen Welten an sich und brachten völlig neue Energien mit, die ich noch nie gespürt hatte. Alle diese Wesen waren voller Zuneigung und Liebe für die Menschenfrauen und auch mit deren Energiemantel verbunden. Sie waren hinter und neben den Frauen, bereicherten die Energiekuppel und die Frauen selbst wurden auch bereichert durch „ihre“ Unterstützer-Wesen. Was für ein zauberhaftes und wunderschönes Wechselspiel von Energiefarben zwischen den Menschenfrauen und den Energiewesen! Ein Tanzen und zartes Wirbeln, das die Frauen ganz leicht machte und stärkte. Jede von ihnen dankte den Wesen für ihre Unterstützung und stellte ein kleines Tablett voller köstlicher Speisen und Getränke hinter sich, an denen sich „ihre“ Wesen laben und stärken konnten. Das war eine Freude auf allen Ebenen!

Dieses wundervolle Geschehen lockte noch weitere Gartenwesen heran, die sonst weniger mit den Menschen zu tun haben wollten. Da waren die zögerlichen Zwerge, die uralten Elfen, die windigen Sylphen und auch der Kiefern-Geist von gegenüber. Sie bewahrten etwas Abstand, wiegten sich im Rhythmus des Tanzes und schauten dem Treiben wohlwollend zu. Mir prickelte es in meinen Adern!

Jetzt kam ein Teil, bei dem die Frauen meine Herzblätter, die sie vorher in kleinen Haufen vor sich gesammelt hatten, mit Liebesenergie aufluden. Nicht, dass ich nicht schon viel Herzensenergie in sie hineingesteckt hätte, aber sie taten das ihre und das der Helferwesen noch hinzu. Und dann warfen sie in einer gleichzeitigen Bewegung und mit großem Schwung die Blätter in die Luft und sandten die Liebesenergie hinaus in ihre Welt, damit sie die Menschheit friedlicher machen sollte. Ich sah einen kraftvollen Strahl nach oben und in die Welt strömen und dachte noch „das scheint zu funktionieren“.

Text und Bilder: AnaNut

Herbstlaub
Kräuterstrauß vor Kerze

Magisches Wirken zu Lammas – Lugnasad – Kräuterweihe

Bild: Bridget

Jetzt ist die Zeit, heilsame Kräuter für unseren Jahresbedarf zu ernten, denn jetzt sind sie prallvoll mit ihren heilsamen Inhaltsstoffen. Sie haben die Sonne gespeichert, sich im Wind gewiegt und den Regensegen in sich aufgenommen. Sprich mit den Pflanzen, wenn du Blüten oder Blätter mit deinem Bolline, deinem Arbeitsmesser, erntest, um die Pflanzendevas und Mutter Erde zu ehren. Denn Ernten ist auch abschneiden, beenden, töten, damit du selbst leben kannst – so funktioniert Lebendigsein, alles ist im Fluss. Beachte ganz praktisch dabei, einen geeigneten Ernteplatz zu finden: nicht im Naturschutzgebiet, an Straßenrändern oder am Bahndamm, sondern in oder an Wiesen und Orten, die nicht gedüngt wurden. Nimm auch nur so viel, wie du wirklich für deinen Jahresbedarf benötigst, nimm nur oberirdische Teile der Pflanze, damit sie weiterleben kann, und schau, dass immer Pflanzen einer Art stehen bleiben, damit du auch in zukünftigen Jahren den Erntesegen genießen kannst. Die beste Erntezeit ist am Vormittag, wenn der Tag trocken ist. Zum Trocknen deiner Heilkräuter kannst du sie auf unbedrucktes Papier an einem luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung auslegen und wendest sie nach ein paar Tagen immer mal wieder. Auch mit Fliegengitter bespannte Rahmen sind dafür sehr geeignet. Selbstverständlich kannst du die Kräuter auch in Form von aufgehängten Büscheln trocknen.

Kräuterstrauß

Für einen magischen Kräuterbuschen gehst du ganz bewusst auf die Suche: Er kann 7, 9, 13, 21, 33 oder eine andere bedeutsame Anzahl von verschiedenen Kräutern enthalten: beispielweise Beifuß, Dost, Eisenkraut, Frauenmantel, Johanniskraut, Königskerze, Malve, Quendel, Schachtelhalm, Schafgarbe, Taubnessel oder andere für dich bedeutsame Kräuter. Wenn du die Kräuter beisammen hast, dann lege dir ein Band in einer dir wichtigen Farbe dazu und bereite dich für ein magisches Wirken vor. Nimm dir eine Auszeit und sorge dafür, dass du nicht gestört wirst. Kleide und schmücke dich schön mit Dingen, die für dich besondere Bedeutung haben. Entzünde eine Kerze oder ein Feuer – je nachdem, was dir möglich ist, alles ist gleich gut – um den Segen der Sonne zu ehren. Gedenke der Kräfte der Elemente oder singe sie herbei und visualisiere einen schützenden Kreis um dich und deinen magischen Raum herum. Du kannst ihn auch drei Mal im Uhrzeigersinn abgehen, um ihn zu manifestieren. Nun setze dich entspannt und ruhig vor deine Flamme, finde Ruhe und lass deine Gedanken dahin gehen, was sich in deinem Leben überlebt hat und was du endgültig abschneiden willst. Lass dein Jahr an dir vorüberziehen und finde, wofür du dankbar bist, was du behalten und was du verabschieden möchtest. Wenn du das ganz klar vor Augen hast und in Worte formulieren kannst, dann öffne die Augen und mach den ersten Schritt, nämlich das Abschneiden. Stelle dich gut und fest auf Mutter Erde hin, visualisiere das vor dir, was du abschneiden willst, benenne es laut, danke für sein Dasein, verabschiede dich davon und mache eine schneidende Bewegung mit deinem aktiven Arm, wie mit einer schneidenden Sichel. Atme dabei kräftig aus und spüre eine Weile nach, wie es sich anfühlt, es abgeschnitten zu haben. Es ist nun in Mutter Erde und darf sich wandeln. Wenn du so weit bist, dann setze dich in Ruhe hin, vielleicht magst du dazu summen, und gedenke der Dinge, die du in deinem Leben liebevoll behalten willst. Nimm dabei die Kräuter und lege sie nach und nach zu einem schönen Kräuterbündel zusammen. Wenn du an alles gedacht hast, was du behalten willst und es in deinen Kräuterbuschen hineingebunden hast, so winde dein Band um den Strauß, um ihn zu befestigen. Halte ihn an dein Herz, nimm Verbindung auf und lasse deine Dankbarkeit und Liebe in ihn hineinfließen. Danke Mutter Erde für ihre Gaben an dich. So ist das Wirken in Schönheit gewirkt, du verabschiedest die Elemente, löschst die Kerze oder das Feuer und öffnest den Kreis gegen den Uhrzeigersinn. Den Kräuterbuschen hängst du in deiner Wohnung an einen guten Ort und lässt ihn dort trocknen. In dunklen Zeiten kannst du Teile davon räuchern, um an die Dankbarkeit, die Fülle und an den Sonnenschein anzuknüpfen.

AnaNut